Samstagsplausch {21.17}


Schwuppdiwupp, ist die Woche rum. Letzten Samstag war ich noch so aufgeregt, dass ich das erste Mal bei einem Wettlauf teilnehme und nun sitze ich schon wieder ganz gelassen an meinem Kaffeetisch und lass den Tag auf mich zu kommen. Ich habe nämlich nichts vor. Bis jetzt. Der Kerl schnuppelt noch unter der gemeinsamen Decke und ich überlege ernsthaft, ob ich nicht noch mal drunterkrauchen soll. Den Kaffee kann ich ja mitnehmen. Und vielleicht noch ein wenig lesen. Ich muss ja erst heute Abend zu unserem Essen. Eine Freundin kocht heute die Hauptmahlzeit und die Anderen bringen mal wieder alles drumherum mit. Ich bin sogar aus dem Kochen raus. Ich bringe die Getränke mit und die habe ich gestern schon besorgt. Also...
Die Woche war entspannt, könnte man sagen. Ich musste erst am Nachmittag arbeiten und konnte am Montag gleich mal beim Orthopäden vorbei, denn mein linker Fuß tat nach dem Frauenlauf sehr weh. Seine Diagnose: Ich brauche Einlagen. Der hat meinen Fuß weder angefasst noch irgendwie sonst untersucht. Zack, Rezept in die Hand und wieder vor die Tür geschoben. So geht das, wenn man schnell Geld verdienen will. Immerhin geht es dem Fuß so langsam besser... ohne Einlagen.
Auch den Dienstag musste ich erst am Nachmittag ran. Mit dem Fahrrad durch die Stadt ist schon sehr schön, wenn ich doch bloß die Wetternachrichten gehört hätte. Die haben nämlich Gewitter angesagt. Na, toll. Zum Glück bin ich trockenen Fußes, aber durchgefroren zu Hause angekommen. Dafür hat mich die Migräne am Mittwoch so heftig erwischt, dass ich den kompletten Tag im Bett verbracht habe. Den Donnerstag habe ich mit meinem Kerl genossen. Ein wenig in der Stadtmitte das Humboldtforum ansehen. Schade, dass keine Baustellenbesichtigung möglich war. Riesig ist unser "altes" Schloß. Jetzt streitet man sich darum, ob auf dem Kuppeldach wieder ein Kreuz aufgestellt werden darf (so wie es damals war) oder nicht. 
Der Freitag verlief eher ruhig. Ich war nur bei meiner Wolldealerin und habe meine Diät unterbrochen. Manchmal muss man eben machen, was man machen muss. 
Und was musstest du heute oder die Woche über machen? Alles geplant oder kam dir etwas dazwischen? 




Stadtgeschichten und Flieder zum Flowerday

Flieder aus dem Garten 

Der Vater hatte letztes Jahr fleißig den Flieder gestutzt. Einst war es ein großer stattlicher Baum. Aber, dem Vater gefiel das nicht mehr. Er kam an die Blüten, die er nach der Blüte abschneiden wollte, partout nicht mehr heran. Kurzer Hand nahm er die Säge und, ritsche ratsche war der Baum abgesägt. Nur noch einzelne Triebe lugten rechts und links am alten Stamm hervor. Ich war wiedermal sehr traurig, denn ich vermutete, dass es im nächsten Jahr keine Blüten geben wird.


Im Frühjahr dann, schoben sich noch mehr Triebe am Stamm hervor und wurden immer länger, gerade so, als wollten sie dem Vater die Zunge herausstrecken. Aber Blütenansätze sah ich nicht. Dann kam auch noch dieser Frost hinzu und ich gab es vollständig auf, einen einzigen Stengel zu ergattern.


Einige Zeit ging ich nicht in den Garten, es war mir einfach zu kalt und immer wieder ärgerte ich mich über die kurzgeschnittene Flora. Der Vater liebt es, keine Arbeit im Garten zu haben. was liegt da näher, als alles kurz, besser sehr kurz zu halten. Doch irgendwann, musste ich mal nach meinen Erdbeeren und Kräutern schauen, nicht dass die auch noch der Schere des Vaters zum Opfer fallen und staunte nicht schlecht, der Flieder blühte mit gewaltigen Blüten. Nicht viele, aber Zwei für die große Bodenvase vom Kerl waren doch drin...

verlinkt mit 
Holunderblütchen
Flieder gab es übrigens auch Hier, Hier und Hier

Stadtgeschichten

Vom Avonfrauenlauf und den ersten 10 Kilometer, die ich als Wettkampf lief

Eigentlich, bin ich nicht der Massenläufer. Ich laufe gerne alleine für mich durch den Wald, genieße die Ruhe und das zwitschern der Vögel. Marion und Claudia überredeten mich, doch an diesem einen Lauf teilzunehmen. "Das macht Spaß!" "Du wirst deine Freude daran haben!" "Ist zwar nicht der schönste Lauf, aber du wirst sehen..." Ich ließ mich doch tatsächlich überreden. Ein wenig bange war mir schon, vor diesen Massen an Frauen und Marion trug nicht unbedingt dazu bei. dass mir wohler wurde. Denn sie erzählte, dass die Frauen manchmal schon recht unfair sind und drängeln und schubsen. Außerdem, machten mir die 10 Kilometer noch ein wenig Sorge, denn meine Distanz sind üblicherweise max. 8 km. Die Zwei können einen schon überfordern. Auch deshalb, weil ich manchmal doch zwischendurch ein paar gegangene Minuten einschob.


Das mit dem Gehen, konnte ich mir abgewöhnen. Ich trabte dann etwas langsamer und schaffte es, tatsächlich durchzuhalten. Soweit so gut. Ich hatte die Kilometer auf Zehn erweitert und hielt es durch, nicht zu gehen. Meine Schwester bekam dann auch noch mit, dass ich beim Frauenlauf teilnehme, weshalb sie sich kurzerhand noch angemeldet hatte. Ein Wochenende lief ich noch mit ihr und einer anderen Freundin meine übliche Strecke durch den Grunewald. Das ging gerade mal so gut. (Ich konnte noch nicht durchhalten und die Beiden waren mir eine Nummer zu schnell). Aber nun war ich bereit. Da sagte Claudia ihren Lauf ab. Traurig, aber Marion wollte ja auch noch mitlaufen. Die Treffpunkte waren schon ausgemacht. Marion und ich haben uns beim Startnummernabholen noch getroffen und ein Käffchen genossen.


Der Samstag kam. Und Marion sagte auch noch ihren Lauf ab. Jetzt waren nur noch meine Schwester und ich übrig. Beide noch nie bei einer solchen Veranstaltung dabei gewesen. Wir sahen den anderen Läuferinnen zu, wie sie sich warm machten und versuchte auch uns ein wenig zu Dehnen und  zu Strecken. Der Start war mit Zeiten markiert, die man für 10 Kilometer brauchen könnte. Wir stellten uns in die passende Zone und standen prompt vor der Gymnastikbühne. Warm machen mit Anleitung. Ich habe mich diskret zurückgehalten. Dann wären meine 10 schon bei 5 km zu Ende gewesen. Aber mein Schwesterchen gab sich das Aufwärmen. Sah hübsch aus, wie alle in ihren korallefarbenen Hemden fast synchron mitturnten. Und dann ging es los. Wir verloren uns aus den Augen, die Schwester vorneweg. Ich versuchte meine Geschwindigkeit zu finden und wurde immer wieder aus dem Trab gebracht. Ausbremsen, ausweichen, überholen, überholt werden, die Sonne blendet, wieder ausweichen...


Ahh, ein Schild...8 KM jetzt ist es nicht mehr weit. Doch die letzten 2 zogen sich wie Kaugummi. Mir waren die Trommler am Rand zu laut, die Frauen, die immer wieder in den Weg liefen, zu anstrengend und doch war ich am Ende sehr glücklich über die Ziellinie gelaufen zu sein. Meine Schwester kam drei Minuten nach mir ins Ziel. Komisch eigentlich, weil sie doch vor mir lief. Aber sie hatte wohl nach mir geschaut und mich nicht gefunden. Trotz der großen Menschenmenge fanden wir aber wieder zusammen. Genauso haben wir unsere Freundin wiedergefunden, die schneller lief als wir Beide. Ich bin auf Platz 2058 und in meiner Altersklasse auf Platz 230.


Wenn du jetzt wissen willst, wie ich es fand, dann kann ich nur sagen: Irgendwie hat es doch Spaß gemacht. Und ich will es noch einmal versuchen. Vielleicht bei einem anderen Lauf über 10 km. Die Frauen kamen mir gar nicht so unfair vor. Sie wollten halt alle irgendwie ins Ziel. Würdest du dir so einen Lauf antun? Vielleicht sehe ich dich das nächste mal ...

Was bitte ist Bokeh?

Die Welt ist bunt

Lotta stellte am Sonntag die Aufgabe, Bilder mit Bokeh zu fotografieren. Aber was bitte, ist Bokeh? Als ich das gelesen habe, hab ich Tante Google gefragt, was sie darüber weiß. Ich habe einiges gefunden. Das Wort stammt aus dem japanischen und bedeutet unscharf, verschwommen. Auf dieser Seite hier: Digitipps, steht noch so viele mehr. Tipps, wie man Bokeh am besten fotografiert. Ich war erstaunt, denn es ist die Art, in der ich meine Bilder selber gerne fotografiere. 


Ich mag es, wenn der Hintergrund verschwimmt und das Objekt im Vordergrund deutlich zu sehen ist. Es gibt noch mehr solcher Spielereien. Auf diesen Seiten im Netz gibt es ganz fantastische Bilder, die komplett "verschwommen" sind. Es ist eine Geschmackssache. Manch Einer, würde diese Bilder vielleicht sogar löschen, weil er sie als misslungen ansieht. 


Manch ein Fotograf benutzt ein teures Objektiv. Aber die sind manchmal gar nicht notwendig. Mach die Blende hübsch weit auf und ziele auf das Objekt, das du fotografieren willst... Also wenn das so einfach ist, warum machen denn nicht Viele mehr solche Bilder? 


Weil es nicht jedem gefällt! Jeder Fotograf, hat so seine eigenen Vorstellungen, wie ein gutes Bild auszusehen hat. Eine Fotografin, die ich kenne, macht auch immer wieder Bilder, die einen hübsch verschwommen Hintergrund haben. 


Meine Bilder, habe ich übrigens in dem Garten meiner besten Freundin gemacht. Erst letztes Jahr, haben sie dieses Fleckchen übernommen und inzwischen eine natürliche Schönheit gezaubert. Dort summt und brummt es an jeder Ecke. 


Wenn ich meine Kamera dabei habe, lasse ich sogar meinen Kaffee kalt werden. Denn in jeder Nische ist etwas, das ich fotografieren möchte. (Kalter Kaffee, schmeckt übrigens trotzdem noch, vor allem, wenn es ein so warmer Tag ist...) Kannst du dir vorstellen, wie das dort duftet? Die Sonne wärmt den umgegrabenen Boden auf und die Blüten ringsum verströmen einen honigsüßen Duft. Der Teich hat einen ganz eigenen Geruch und die Holzbank, auf der wir sitzen, riecht noch nach Wald. Ich kann davon nicht genug bekommen. 


Da bekomme ich glatt Lust, direkt wieder in diesen Garten zu fahren...

Samstagsplausch {20.17}


So, endlich. Endlich darf ich zu meinem ersten "Laufwettkampf". Obwohl mir schon ein wenig flau ist, wegen der vielen Frauen, die beim Avonlauf im Berliner Tiergarten für einen guten Zweck einige Runden durch den Park laufen. Ich bin noch nie mit so vielen Menschen durch einen Wald gerannt. Eigentlich, mag ich es lieber, wenn ich alleine meine Runden drehe. Heute Abend um 18 Uhr, starten Marion (leider läuft sie doch nicht!), meine Schwester,  noch zwei weitere Freundinnen und ich. Mein pinkes Laufshirt habe ich mir schon am Donnerstag abgeholt. PINK! Und ich? Na, wenn das mal gut geht. Als ich am Donnerstag früh beim Karstadt ankam, wickelte sich schon die Mitläuferinnen einmal um den Laden. Und da ist eine menge Platz. Toll, dachte ich noch, dass wird dauern. Aber nix da. Nach 10 Minuten stand ich mit meiner Startnummer wieder vor der Tür, und habe da,  auf Marion gewartet. Ein Kaffee nach so viel Stress muss drin sein. Bei 30 Grad im Schatten, schmeckt der dann auch. Schade, dass ich danach arbeiten musste. 
Am Montag, wollte ich zu einer Fortbildung in unserem Betrieb fahren. Da ging aber nichts. Ich war mit dem Auto unterwegs und hatte den Vormittag keine Nachrichten gehört. Ein schwerer Unfall auf unserer Stadtautobahn, hat den kompletten Verkehr in der Innenstadt lahm gelegt. Und alles nur, weil ein LKW einen Styroporklotz verloren hat, der aussah, wie aus Beton gemacht! Die Fortbildung fiel dann für mich aus. So konnte ich das Geburtstagsgeschenk für meine Schwiegermutter fertig nähen. Sie hat sich am Dienstag auch riesig darüber gefreut. Am Mittwoch, habe ich die Eltern in ihrem Garten besucht. Wurde auch mal Zeit, mein Erdbeerbeet brauchte mal Luft. Ich habe Unkraut gezupft. 
Jetzt sitze ich hier und warte bis der Kerl wach wird, trinke dazu meinen Kaffee. Ich weiß noch nicht wie ich zu unserem Treffpunkt komme. Aber, das findet sich schon. Und was machst du so? Vielleicht sehe ich dich ja auch Laufen, oder am Rand uns anfeuern....